• Anna Häsch

TEQUILA - danach kräht doch (k)ein Hahn

TEQUILA KÄMPFT BEI UNS IN ÖSTERREICH IMMER NOCH MIT IMAGEPROBLEMEN. IN JUNGEN JAHREN NOCH SHOT UM SHOT KONSUMIERT, STELLT SICH NACH DIVERSEN STUNDEN VON „ÜBELKEIT UND SCHWINDEL“ EIN GEWISSES - NUN JA - NENNEN WIR ES SÄTTIGUNGSGEFÜHL BEI VIELEN AB EINEM ALTER VON MITTE ZWANZIG EIN.



„Nie wieder Tequila“ stöhnen die Katergeplagten am Tag darauf, wenn am Morgen der Hahn kräht. Doch lassen wir diese Erinnerungen und Vorurteile doch einmal außen vor und betrachten das Thema nüchtern. Der schlechte Ruf des so hochwertigen Agavendestillats ist keinesfalls gerechtfertigt. Denn der für die Gärung benötigte Zucker sowie die geschmacksgebenden Aromen dürfen ausschließlich von der blauen Weber-Agave stammen. Dadurch, dass die Pflanze bereits vor der Destillation acht Jahre lang reifen muss, ergibt sich ein sehr aufwändiger Herstellungsprozess. Das Innere der Pflanze, die sogenannten Pinas, müssen vorweg in vielen Arbeitsschritten aufgebreitet und dann verarbeitet werden, bevor überhaupt an die Produktion eines Tequilas zu denken ist. Bei so

viel Vorarbeit und Aufwand ist es nachvollziehbar, dass manche bekannte Produzenten nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestmenge von 51 Prozent an Agaven (bzw. deren Zucker) verwenden.


Der Unterschied, warum also so mancher Tequila zum Gesichtverziehen schmeckt und andere wesentlich genussvoller sind und den nächsten Tag katerfrei beginnen lassen, liegt schlicht an der Qualität des Alkohols. Minderwertige Marken, die sich als Tequila-Produzenten ausgeben, schädigen häufig den Ruf der mexikanischen Nationalspirituose. Mexikanern ist es darüber hinaus auch völlig fremd ihren Tequila mit Orangenscheiben oder vielmehr mit Zimt zu trinken. Nehmen Sie sich daher einmal die Zeit einen 100 Prozent Agave Tequila wie Cenote, KAH oder den Rooster Rojo bei Zimmertemperatur pur zu genießen. Ihr Kopf wird es Ihnen danken, wenn am nächsten Morgen dann der Hahn kräht.


100% AGAVE TEQUILA darf ausschließlich aus dem Zucker, der aus der blauen Weber-Agave gewonnen wird, fermentiert (vergoren) werden. Die Agaven müssen im geschützten Tequila Gebiet gereift und geerntet werden.

MIXTO TEQUILA

Mindestens 51 % des für die Fermentation (Gärung) benötigten Zuckers müssen von der blauen Weber-Agave stammen, die im geschützten Gebiet wächst und geerntet wird. Bis zu 49 % Fremdzucker sind erlaubt, wobei dieser nicht von anderen Agavensorten stammen darf.


Anbei möchten wir noch die drei besonderen 100%Agave Tequila Marken vorstellen:


ROOSTER ROJO

Der Destilliermeister Arturo Fuentes Cortes träumte viele Jahre davon, einen überlegenen Tequila zu kreieren, der die Essenz Mexikos einfängt. Nachdem er die Herstellung perfektioniert hatte, brauchte er eine perfekte Marke. Der Hahn - ein bekanntes

Symbol Mexikos - war die entsprechende Wahl, wobei ihm der rote Hahn (der König der Hähne) besonders geeignet schien. Die Form der Flasche ist vom Vulkan Tequila inspiriert, der von der Brennerei aus in seiner ganzen Pracht zu sehen ist. Hergestellt aus 100% Blue Agave, wird darüber hinaus das verwendete Wasser durch mexikanisches Silber gefiltert, wodurch dem Endprodukt mehr Komplexität und Weichheit verliehen wird.


CENOTE - EIN MODERNES TRIBUT

Cenote ist ein Ultra-Premium Tequila, der zu 100 Prozent aus der blauen Weber Agave gewonnen wird. Inspiriert von der Schönheit der Halbinsel Yucatán und den spektakulären unterirdischen Wassersystemen, welche in dieser geografischen Region einzigartig sind. Bei den Mayas hatten diese Wasserquellen einen besonders hohen Stellenwert, da die Region oft von trockenen Zeiten geplagt war. Der Name des Premium-Getränks führt auf diese Zeit zurück. Cenote bedeutet übersetzt “heiliger Brunnen”. Die Mayas glaubten, dass die Wassersysteme das Fenster zur Unterwelt seien, in denen verschiedenste Regengötter lebten.

Cenote Tequila ist das Ergebnis des Master Distillers Arturo Fuentes. Er schaffte ein komplexes Geschmacksprofil, welches duftende, gekochte Agaven mit zarten Holznoten in Einklang bringt.


KAH – DAY OF THE DEAD TEQUILA

Der Kah Tequila, hergestellt aus handverlesenen 100% Blue Agaven, wurde als Hommage an Mexiko kreiert und um dessen Bevölkerung Ehre zu erweisen. Die Flasche und der Tequila spiegeln den „Tag der Toten“ wieder – ein 3.000 Jahre altes mesoamerikanisches Ritual, zu Ehren der verstorbenen Angehörigen. Die Verpackung ist inspiriert von den traditionellen Calaveras, die bei den Ritualen am „Diá de Muertos“ als Symbol für Tod und Wiedergeburt stehen. Einzigartig ist auch, dass jede Flasche ein handgefertigtes Unikat ist.


Und übrigens – KAH bedeutete in der alten Sprache der Maya „Leben“.

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